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Wiesbaden (pressrelations) -
Posch: "Landesregierung geht auf allen Ebenen gegen LĂ€rmbelastung vor"


Der hessische Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch hat Forderungen nach einer Schließung der neuen Landebahn des Frankfurter Flughafens und nach RĂŒcknahme der Revision der Landesregierung abgelehnt: "SelbstverstĂ€ndlich tut die Landesregierung alles fĂŒr den Schutz der FluglĂ€rmbetroffenen. Aber wir halten nichts von Populismus und unhaltbaren Forderungen. Wir wollen den Menschen tatsĂ€chlich helfen und missbrauchen ihre Situation nicht zum Stimmenfang", sagte der Minister heute im Landtag.

Posch appellierte, die wirtschaftliche Bedeutung des Ausbaus nicht zu ignorieren. Er sichere 70.000 ArbeitsplĂ€tze allein am Flughafen und werde voraussichtlich in den kommenden Jahren rund 40.000 neue Stellen allein in Hessen schaffen. Ohne die KapazitĂ€tsausweitung sei dies dagegen nicht möglich. Aufgabe sei deshalb, die mit dem Flugbetrieb verbundenen Belastungen zu minimieren. Darum bemĂŒhe sich die Landesregierung auf allen Ebenen.

Task Force zur Flugwegoptimierung

Der Minister verwies auf die Bildung einer die Task Force zur Flugwegoptimierung, auf die Berufung eines neuen FluglĂ€rmschutzbeauftragten und auf die Ausweisung der LĂ€rmschutzzonen. Er forderte den fĂŒr den Luftverkehr zustĂ€ndigen Bund auf, dem Schutz vor FluglĂ€rm höheres Gewicht in den Gesetzen zu geben: "Es geht nicht, dass der Bund die Bedeutung von Frankfurt als Flughafen hervorhebt und den Ausbau will, ohne dass er uns Instrumente an die Hand gibt, um mit den Folgen umzugehen." Hessen habe deshalb mit Rheinland-Pfalz eine gemeinsame Bundesratsinitiative vereinbart: "Die hĂ€ngt aber seit sechs Wochen im Mainzer Kabinett fest."

Eine Schließung der neuen Landebahn sei nicht nur wirtschaftlich unverantwortlich, sondern werde unterm Strich auch keine Entlastung bringen, erklĂ€rte Posch: "Denn die Zahl der Flugbewegungen liegt derzeit nicht höher als vor der Eröffnung. Wir haben derzeit nicht mehr LĂ€rm, sondern eine neue LĂ€rmverteilung. Manche Gebiete sind erstmals betroffen, andere wurden entlastet."

Ebenso unsinnig sei es, die Revision gegen das Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs zurĂŒckzunehmen, sagte der Minister: "Das wĂŒrde die rechtliche Ungewissheit nur um Jahre verlĂ€ngern. Die Revision ist der schnellste Weg, fĂŒr alle Seiten Klarheit zu erhalten."


Pressestelle: Ministerium fĂŒr Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
Pressesprecherin: Ulrike Franz-Stöcker
Telefon: (0611) 815 20 20, Fax: (0611) 815-2225
E-Mail: presse@hmwvl.hessen.de


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