Berlin (pressrelations) -
Bologna-Bericht: Studienbedingungen verbessern, soziale Dimension stÀrken
Zum Kabinettsbeschluss des Bologna-Berichts der Bundesregierung erklÀrt der stellvertretende Sprecher der Arbeitsgruppe Bildung und Forschung der SPD-Bundestagsfraktion Swen Schulz:
Es ist erfreulich, dass die strukturelle Umsetzung des Bologna-Prozesses weiter voranschreitet. Der Erfolg wird sich aber daran messen, ob wir die mit der Studienreform verbundenen Ziele auch wirklich erreichen.
Im Mittelpunkt mĂŒssen die QualitĂ€t der Lehre und die Verbesserung der Studienbedingungen stehen. Bessere Betreuungsrelationen, moderne und flexible Lehrkonzepte, mehr Beratungsangebote und auch leistungsfĂ€hige soziale Angebote sind fĂŒr ein erfolgreiches Studium in Bachelor und Master heute unabdingbar. Der bisherige Beitrag des Bundes bleibt aber weit hinter dem Notwendigen zurĂŒck: der QualitĂ€tspakt bleibt ein Tropfen auf dem heiĂen Stein und der Bologna-
MobilitÀtspaket geht an den Studierenden völlig vorbei. Gerade in Zeiten hoher StudienanfÀngerzahlen reicht das eben nicht aus.
Wir fordern darum ein Programm fĂŒr Nachwuchswissenschaftler an den Hochschulen sowie die EinfĂŒhrung eines Abschlussbonus im Hochschulpakt, um den Hochschulen Anreize und UnterstĂŒtzung fĂŒr gute Lehre und erfolgreiches Studieren zu geben. Die Studierbarkeit der neuen Studienstruktur muss zudem auch fĂŒr alle StudiengĂ€nge sichergestellt werden. Und es ist absehbar, dass wir eine spezielle Förderung zur Einrichtung von MasterstudiengĂ€ngen brauchen, um EngpĂ€sse beim Ăbergang zu vermeiden. Es mĂŒssen die sozialen Infrastrukturen, von der Studienbegleitung und -beratung, dem Wohnheimangebot bis hin zur KapazitĂ€t der Mensen, Schritt halten mit den wachsenden Studierendenzahlen.
Zu diesen Fragen wird die SPD-Bundestagsfraktion in der kommenden Woche einen Antrag vorlegen. Diese Projekte sind unabdingbar, um bestmögliche Rahmenbedingungen fĂŒr das Studium zu bieten und so den Bologna-Prozess endgĂŒltig zum Erfolg zu fĂŒhren.
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