Berlin (pressrelations) -
Schwarz-Gelb befeuert Spekulationen gegen Griechenland
Zu den aktuellen ĂuĂerungen von Vertretern der Koalitionsfraktionen erklĂ€rt der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Axel SchĂ€fer:
Die ĂuĂerungen von FDP-Fraktionschef BrĂŒderle und CSUGeneralsekretĂ€r Dobrindt zu einem Austritt Griechenlands aus der Euro-
Zone verdeutlichen die Hilflosigkeit der Koalition im Umgang mit der Krise. Ăffentliche MutmaĂungen ĂŒber einen bevorstehenden Staatsbankrott wirken als Brandbeschleuniger fĂŒr Spekulationen und sind verantwortungslos.
Das bisherige Krisenmanagement hat die Probleme in Griechenland und der gesamten Euro-Zone verschÀrft statt gelöst. Angesichts der aktuellen Dramatik sollten Politiker deutscher Regierungsparteien ihre Worte sorgfÀltig abwÀgen und nicht Drohungen verbreiten, deren Umsetzung mit unabsehbaren Risiken verbunden sind.
Nicht erst seit der Debatte um einen "Staatskommissar" fĂŒr Griechenland ist das Bild Deutschlands geprĂ€gt von Strafen, Sanktionen und Besserwisserei. Es kann der Bundesregierung nicht gleichgĂŒltig sein, wenn in Europa Angst vor deutscher Dominanz herrscht. Die Gefahr, dass die wirtschaftliche Krise auch eine existenzbedrohende Dynamik fĂŒr die gesamte europĂ€ische Einigung entwickelt, ist real. Leichtfertig geĂ€uĂerte Vermutungen wie von BrĂŒderle und Dobrindt sind vor diesem Hintergrund fĂ€hrlĂ€ssig.
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