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Berlin (pressrelations) -
REINEMUND: Steinmeier will Haushaltsrecht des Parlaments aushebeln


BERLIN. Zu den Äußerungen von Frank-Walter Steinmeier zur Transaktionssteuer erklĂ€rt die Vorsitzende des Finanzausschusses Birgit Reinemund:

Die VorschlĂ€ge, die Einnahmen aus einer möglichen Transaktionssteuer in einen europĂ€ischen Topf zu leiten und auf EU-Ebene nach Dringlichkeit und nicht nach Proporz zu verteilen, umgehen den gerade vereinbarten Parlamentsvorbehalt bei haushaltswirksamen Entscheidungen. Wir haben im Deutschen Bundestag durchgesetzt, dass die Rechte des Parlamentes gestĂ€rkt werden und nun fordert der SPD-Fraktionsvorsitzende, andere ĂŒber die deutschen Steuergelder entscheiden zu lassen. Die Einnahmen einer möglichen Finanzmarktbesteuerung mĂŒssen in die nationalen Haushalte fließen. Wir akzeptieren keine europĂ€ische Steuer durch die HintertĂŒr.

Gleichzeitig fordert die SPD, eine Transaktionssteuer notfalls auch im Alleingang einzufĂŒhren. In Kombination mit Steinmeiers Vorschlag hieße das: Deutsche Anleger zahlen, die EU verteilt – ohne Einfluss des deutschen Parlaments.

WĂ€hrend laufenden Verhandlungen, eine Finanzmarktbesteuerung möglichst in allen 27 Mitgliedsstaaten der EU einzufĂŒhren, sind solche VorstĂ¶ĂŸe kontraproduktiv. Sie verringern die Bereitschaft von Mitgliedstaaten, sich auf eine Finanzmarktbesteuerung einzulassen.

Hier wird wieder einmal versucht, das Fell des BĂ€ren zu verteilen, bevor dieser erlegt ist.


Kontakt:
FDP-Bundespartei
Pressestelle
Reinhardtstraße 14
10117 Berlin
Telefon: 030 - 28 49 58 43
Fax: 030 - 28 49 58 42
E-Mail: presse@fdp.de


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