Information.de - Websuche
  Web    Verzeichnis   
   Infos      Websuche powered by Yahoo! Suche
Werben Sie für Ihre Seite bei Yahoo! Suche

Klicken Sie hier und inserieren Sie mit Yahoo! Suche, dem Marktfhrer in Pay-for-PerformanceTM Suche.

Berlin (pressrelations) -
Menschenrechtsbeauftragter fordert Aussetzung der Todesstrafe in Irak


Zur steigenden Zahl von Hinrichtungen in Irak erklĂ€rte der Beauftragte der Bundesregierung fĂŒr Menschenrechtspolitik im AuswĂ€rtigen Amt, Markus Löning, heute (03.02.):

"Die steigende Zahl von Hinrichtungen in Irak seit Jahresbeginn ist alarmierend. 51 Menschen wurden alleine im Januar 2012 hingerichtet. Das ist ein drastischer Anstieg, denn im gesamten Jahr zuvor gab es 68 Hinrichtungen.

ErhĂ€ngen durch den Strang ist dabei ĂŒblich. Die Gerichtsverfahren erfĂŒllen kaum rechtsstaatliche Kriterien. Urteile basieren hĂ€ufig auf GestĂ€ndnissen, die Ergebnis von Bedrohung oder Folter sind. In vielen FĂ€llen wird den Angeklagten fĂŒr den Zeitraum der Ermittlungen der Rechtsanwalt verwehrt.

Ich appelliere an die Verantwortlichen in Irak, ein Moratorium in Kraft zu setzen und damit dem weltweiten Trend der Abschaffung der Todesstrafe zu folgen. Mit seiner derzeitigen Praxis stellt sich Irak ins Abseits."

Irak rechtfertigt die Vollstreckung der zahlreichen Todesstrafen damit, dass die Verurteilten an folgenschweren Attentaten beteiligt gewesen seien. Allein 11 der Todesurteile stĂŒnden in Zusammenhang mit dem Anschlag auf das irakische Außenministerium im August 2009, bei dem damals ĂŒber Hundert Menschen starben.

Die nach dem Sturz des Saddam-Regimes abgeschaffte Todesstrafe wurde am 8. August 2004 wieder eingefĂŒhrt und mit der prekĂ€ren Sicherheitslage im Lande begrĂŒndet. Auch die neue Regierung lehnt es ab, der Empfehlung der Vereinten Nationen zu folgen und die Todesstrafe abzuschaffen. Die Todesstrafe kann im Irak u.a. bei Mord, staatsfeindlichen AktivitĂ€ten, Vergewaltigung und dem Einsatz chemischer Waffen verhĂ€ngt werden. Im Oktober 2005 verabschiedete das irakische Parlament ein Gesetz, welches den Anwendungsbereich der Todesstrafe auch auf terroristische AktivitĂ€ten ausdehnt.

Personen, die aufgrund terroristischer AktivitĂ€ten gemĂ€ĂŸ dem irakischen Antiterrorismusgesetz angeklagt sind, steht fĂŒr den Zeitraum der Ermittlungen kein Rechtsbeistand zu. Die Mission der Vereinten Nationen in Irak (UNAMI) berichtet darĂŒber hinaus von FĂ€llen, in denen wegen terroristischen AktivitĂ€ten Angeklagten sogar wĂ€hrend der Verfahren ein Rechtsbeistand vorenthalten wurde.


Kontakt:
AuswÀrtiges Amt
Internetredaktion
Werderscher Markt 1, 10117 Berlin
Postanschrift: 11013 Berlin
Telefon: 03018-17-0
BĂŒrgerservice: 03018-17-2000
Telefax: 03018-17-3402
Webseite: www.auswaertiges-amt.de
eMail: poststelle@auswaertiges-amt.de


weitere Nachrichten...

   
 
Copyright © 1996 - 2012 by Vipex GmbH Alle Rechte vorbehalten.