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KogenateŸ Bayer als SekundÀrprophylaxe senkt in Phase-III-Studie BlutungshÀufigkeit bei Erwachsenen mit schwerer HÀmophilie A
Berlin, 12. Juli 2012 - KogenateŸ Bayer (rFVIII-FS) hat seine EffektivitÀt und gute VertrÀglichkeit als SekundÀrprophylaxe zur Verminderung der BlutungshÀufigkeit bei Erwachsenen mit schwerer HÀmophilie A bestÀtigt. Dies ergab die klinische Phase-III-Studie SPINART, in der die SekundÀrprophylaxe mit einer Behandlung nach Bedarf verglichen wurde. Die Studienergebnisse wurden als "late breaker"-PrÀsentation auf dem 50. Jahreskongress der World Federation of Hemophilia (WFH) in Paris vorgestellt.
"Patienten, die Prophylaxe erhielten, hatten signifikant weniger Blutungen als Patienten, die eine Behandlung nach Bedarf erhielten", sagte Dr. Marilyn Manco-Johnson, die Studienleiterin der SPINART-Studie und Direktorin des Mountain States Regional Hemophilia and Thrombosis Centers an der UniversitĂ€t Colorado in Denver und dem Health Sciences Center. "Die Blutungen, die wĂ€hrend der prophylaktischen Behandlung auftraten, waren leicht bis mittelschwer. Gut belegte Informationen dieser Art können den medizinischen Betreuern dabei helfen, fĂŒr ihre Patienten die geeignete Therapie auszuwĂ€hlen."
Die SPINART-Studie dauert derzeit noch an. Sie untersucht die Wirkung der SekundÀrprophylaxe mit Kogenate auf die BlutungshÀufigkeit und das Auftreten von GelenkschÀden bei Erwachsenen mit schwerer HÀmophilie A, im Vergleich zu einer Behandlung nach Bedarf.
84 Studienteilnehmer erhielten randomisiert entweder die Prophylaxe (25 IU/kg dreimal wöchentlich) oder eine Behandlung nach Bedarf. Insgesamt werden die Patienten drei Jahre lang beobachtet. Nach einer medianen Beobachtungszeit von 1,7 Jahren zeigte sich unter der prophylaktischen Gabe eine signifikant niedrigere Zahl an Blutungsepisoden pro Jahr im Vergleich zur Behandlung nach Bedarf (median, 0,0 vs. 27,9, p < 0,0001. Bei 52% der Patienten in der Prophylaxis-Gruppe wurden keine Blutungen beobachtet). Auch Blutungen in die Gelenke traten unter der prophylaktischen Behandlung signifikant seltener auf (median, 0,0 vs. 21,2. Bei 62% der Patienten in der Prophylaxis-Gruppe wurden keine Blutungen beobachtet.) Die ĂŒberwiegende Anzahl der beobachteten Blutungen unter der prophylaktischen Behandlung waren leicht (44%) oder mittelschwer (36%). In der Gruppe der Patienten, die eine Behandlung nach Bedarf erhielten, wurden mittelschwere (58%) oder schwerwiegende (19%) Blutungen beobachtet. Die unerwĂŒnschten Ereignisse entsprachen den in der Produktinformation beschriebenen; die Bildung von Inhibitoren wurde nicht beobachtet.
Die Routineprophylaxe - also die regelmĂ€Ăige Behandlung mit Gerinnungsfaktoren - kann Blutungen verhindern und auf diese Weise GelenkschĂ€den vermeiden helfen. Dabei wird unterschieden in PrimĂ€r- und SekundĂ€rprophylaxe. PrimĂ€rprophylaxe ist definiert als eine Behandlung, die schon vor oder sofort nach der ersten Blutung in ein Gelenk beginnt, und auf jeden Fall vor dem zweiten Geburtstag. Unter SekundĂ€rprophylaxe versteht man, wenn der Behandlungsbeginn erst im spĂ€teren Alter erfolgt, d.h. erst nach dem zweiten Lebensjahr und mehreren Blutungsepisoden.
Ăber die SPINART-Studie Die SPINART-Studie lehnt sich an die Joint Outcome Study (JOS) an. In letzerer konnte gezeigt werden, dass PrimĂ€rprophylaxe, d.h. die routinemĂ€Ăige Gabe eines rekombinanten Faktor-VIII-PrĂ€parats (rFVIII) - im Vergleich zu einer intensivierten Behandlung nach Bedarf - die HĂ€ufigkeit von Blutungsepisoden und das Risiko von GelenkschĂ€den bei Kindern mit HĂ€mophilie A ohne vorbestehende GelenkschĂ€den signifikant vermindert. Die Wirkung einer SekundĂ€rprophylaxe mit rFVIII-FS auf Blutungsepisoden und das Risiko von GelenkschĂ€den ist noch nicht in einer randomisierten Studie untersucht worden. Die derzeit noch laufende Phase-III-Studie SPINART ermittelt die Wirkung einer SekundĂ€rprophylaxe mit rFVIII-FS auf die BlutungshĂ€ufigkeit (Anzahl der Blutungen pro Jahr) und auf die GelenkschĂ€digung im Vergleich zu einer episodischen Behandlung bei Erwachsenen und Jugendlichen.
Ăber HĂ€mophilie A Die HĂ€mophilie A, auch bekannt als Faktor-VIII-Mangel oder "klassische Bluterkrankheit", ist eine vererbte Störung der Blutgerinnung. Eines der Proteine, die zur Bildung von Blutgerinnseln im Körper notwendig sind, fehlt entweder ganz oder teilweise. Die HĂ€mophilie A ist die hĂ€ufigste Form der Bluterkrankheit; hier fehlt der Gerinnungsfaktor VIII entweder vollstĂ€ndig oder er wird fehlerhaft gebildet. Bei Menschen mit HĂ€mophilie A kommt es zu verlĂ€ngerten Blutungszeiten oder zu spontanen Blutungen, besonders in die Muskeln, die Gelenke oder die inneren Organe.
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http://www.bayerpharma.de/Haemophilie Ăber Bayer HealthCare Die Bayer AG ist ein weltweit tĂ€tiges, forschungsbasiertes und wachstumsorientiertes Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, ErnĂ€hrung und hochwertige Materialien. Mit einem Umsatz von rund 17,2 Mrd. Euro (2011) gehört Bayer HealthCare, ein Teilkonzern der Bayer AG, zu den weltweit fĂŒhrenden innovativen Unternehmen in der Gesundheitsversorgung mit Arzneimitteln und medizinischen Produkten. Das Unternehmen mit Sitz in Leverkusen bĂŒndelt die AktivitĂ€ten der Divisionen Animal Health, Consumer Care, Medical Care sowie Pharmaceuticals. Ziel von Bayer HealthCare ist es, Produkte zu erforschen, zu entwickeln, zu produzieren und zu vertreiben, um die Gesundheit von Mensch und Tier weltweit zu verbessern. Bei Bayer HealthCare arbeiten weltweit 55.700 (Stand: 31.12.2011) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in mehr als 100 LĂ€ndern. Mehr Informationen finden Sie unter
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